10
»Schwertschiffe!«
Ich betrachtete die schmalen, tiefliegenden Piratenschiffe. Sie kamen sicher aus einem in der Nähe liegenden Piratennest und fledderten nun die hilflosen Opfer des Hurrikans. Unsere Decks würden bald rot von Blut sein.
»O Dray!« sagte Tilda und ergriff meinen Arm. Auf der anderen Seite drängte sich Pando an sie. Er starrte mit jungenhafter Erregung und zugleich mit Abscheu auf die gefährlich aussehenden Schiffe.
Ein Ruf vom Bug lenkte meine Aufmerksamkeit von den Piraten ab.
Dann sah ich die Ursache. Aneinanderhängend trieben zwei andere Argenter unserer zerstreuten Armada auf die Küste zu. Und jetzt erkannte ich auch den Plan der Schwertschiffe. Sie wollten abwarten, bis die Dram Constant hinter die beiden Wracks getrieben war – dann hatten sie uns mit einem Streich, drei dicke Prisen eingekreist.
Auf den treibenden Wracks bewegten sich Menschen, und ich glaubte Waffen schimmern zu sehen.
Also gut. Wir würden kämpfen.
Kapitän Alkers, der bleich, aber gefaßt war, gab seine Befehle, und an die Männer wurden Äxte, Speere, Enterhaken und Bögen ausgeteilt. Bögen! Ja – bei einem solchen Angriff mochte ein wenig Artillerie den Gegner schwächen. Sanft löste ich mich aus Tildas Griff.
»Du hast Inch und mir die Ehre erwiesen, uns zu deinen Champions zu bestimmen, schöne Tilda. Jetzt wollen wir sehen, ob wir unseren Teil der Vereinbarung nicht einhalten können.«
»Aber Dray!« jammerte sie. »Es sind so viele.«
Ich wollte schon meine übliche Antwort geben, als mir Inch mit einem Lachen zuvorkam: »Um so mehr Gegner gibt es zu töten, Tilda mit den Vielen Schleiern!«
Ich warf einen Blick auf die Sonnen, als ich achtern zu den Kabinen ging, um meinen lohischen Langbogen zu holen, der aus echtem Yerthyrholz bestand. Wie alt dieser Bogen sein mochte, wußte ich nicht; doch er war von großem Wert, und ich dankte Sosie zum wiederholten Male. Ich schnallte mein Krozair-Langschwert um, dazu den Rapier.
Als ich wieder an Deck kam, wartete Inch bereits auf mich, die Axt in der Hand.
»In etwa drei Burs ist es dunkel«, sagte ich. Eine kregische Bur war etwa vierzig irdische Minuten lang, so daß wir noch zwei Stunden hatten, ehe wir die hauchdünne Chance bekamen, in die Dunkelheit zu entkommen. Wie jeder echte Kreger hatte ich die Bewegungen der sieben kregischen Monde im Kopf und wußte, daß wir ungefähr eine Bur absoluter Dunkelheit zu erwarten hatten, ehe die Zwillinge, die beiden zweiten Monde, rosa leuchtend am Himmel erscheinen würden. Reichte die Zeit zur Flucht? Oder waren wir alle tot, ehe der letzte Schimmer Zims am westlichen Himmel erlosch?
Wir mußten uns gegen die Schwertschiffe halten! Wir mußten!
Die Korsaren wichen uns aus, und eine einzelne Ruderreihe blitzte tropfnaß auf, während die Piraten in der unruhigen See rollten. Die Schwertschiffe waren Zweimaster und wirkten geduckt – ein vertrauter Rammbock am Bug, am Heck ein einstöckiges Achterkastell, an dem viele bunte Flaggen und Banner flatterten. Die Schwertschiffe waren am Bug und an den Flanken mit Varters – Katapulten – bewaffnet. Unsere Varters und sonstige schwere Waffen waren dem Hurrikan zum Opfer gefallen.
Dennoch waren wir nicht völlig wehrlos. Ein Schwertschiff legte sich längsseits, wie ein Ponsho-Hund, der einen verirrten Ponsho zur Herde zurücktreiben will – und ich sah, wie drüben das Wasser über Deck schoß, ich sah Gischt hochschäumen und die Ruder aus dem Takt kommen, dann das schnelle Aus-dem-Wind-Drehen, das die Bewegung des Schwertschiffs verlangsamen sollte. Die Dram Constant war ziemlich mit Wasser vollgelaufen und rollte behäbig weiter, ruhig wie ein Fels im Meer.
Ich spannte meinen Bogen und stellte die instinktiven komplizierten Berechnungen an, die Wind und Geschwindigkeiten berücksichtigten – und ohne bewußte Überlegung schoß ich den Pfeil ab. Die Spitze traf drüben den Steuermann. Er warf beide Arme hoch und sank nach vorn.
An Bord der Dram Constant erhob sich lautes Geschrei.
Im nächsten Augenblick feuerte das Schwertschiff hinter dem Schiff, dem ich so plötzlich den Steuermann genommen hatte. Eine Varter schickte einen Felsbrocken los, der über unser verwüstetes Deck dahinsauste und harmlos ins Meer klatschte.
Wieder jubelte die Mannschaft der Dram Constant.
Doch an Bord der Piratenschiffe waren auch Bogenschützen aus Loh, und in den nächsten Sekunden bohrte sich ein Dutzend bunter Pfeile in das Holz des Argenters, und einer unserer Seeleute wurde in die Schulter getroffen.
Ich habe mich nie damit abgegeben, Pfeile zu verschwenden. Ich schoß nur, wenn ich mir meines Ziels absolut sicher war, und ich wählte mir als Ziele die wichtigsten Männer der Schwertschiffe – denn ein Ruderer mehr oder weniger macht im allgemeinen keinen großen Unterschied.
Die dicht bewachsene Insel, auf die wir zutrieben, war jetzt schon viel deutlicher zu erkennen. Die Schwertschiffe rückten näher heran. Es waren sieben Schiffe, die offenbar unter einem einheitlichen Kommando standen. Ich nenne sie Galleassen, weil sie zwar tief im Wasser lagen, aber doch ein viel größeres Freibord hatten als die Ruderer im Auge der Welt. Auf dem äußeren Ozean brauchten sie das Freibord auch.
Als sich ein Pfeil dicht neben Pando in die Planken bohrte und Tilda aufschrie, ließ ich die beiden von Inch in die Achterkabine bringen. Ich wollte Inch und auch Tilda und ihren Sohn vor dem Beschuß in Sicherheit wissen; seine Axt konnte er erst im Nahkampf einsetzen, so daß er im Augenblick nur als Zielscheibe diente.
Die Schwertschiffe setzten ihren Angriff fort. Ich stellte mir vor, daß sie ziemlich unhandlich sein mußten – wie jeder Kompromiß zwischen einer Galeere und einem Segler. Sie kamen mir ausgesprochen gefährlich vor – doch eher für jene, die an Bord waren.
Die Nachwirkungen des Sturms, die lange, schwere Dünung, verhinderte die übliche Galeerentaktik, verhinderte das Rammen und Entern.
Doch bald mußten wir auf die beiden anderen Wracks stoßen – und dann war auch das Ufer nicht mehr fern. Und wenn wir aufliefen, gingen die Piraten an Land und griffen uns von zwei Seiten an. Wir hatten dann kaum noch eine Chance, denn die Mannschaften der Piratenschiffe waren überaus kampfstark und zahlreich.
Das Artillerieduell ging weiter, während wir uns der Insel näherten, und ich wurde immer niedergeschlagener. Aber auch unsere Gegner hatten Probleme. Die Varterschützen der Schwertschiffe waren unfähig. Sie trafen überhaupt nur zweimal. Ein Felsbrocken fegte geradewegs durch die Kombüse und zerdepperte sämtliches Geschirr, das nicht schon der Sturm zerschlagen hatte. Das andere Geschoß zerschmetterte drei Seeleute. Aber das war alles.
Es gibt verschiedene Grade von Gefühllosigkeit. Glauben Sie bitte nicht, daß ich die drei Männer, die mir praktisch fremd waren, nicht bedauerte; doch ich hatte so etwas schon zu oft erlebt, und Tilda, Pando und Inch standen mir näher.
»Nicht mehr lange, Dray Prescot«, sagte Kapitän Alkers. Er hielt das Rapier in der Hand und spielte an der goldenen Quaste herum, die vom Griff herabbaumelte. »Wir wollen den Burschen einiges zu schmecken geben, ehe sie uns kriegen!«
Ich hatte auf dem nächsten Schwertschiff einen Mann entdeckt, der wichtigtuerisch auf dem niedrigen Vorschiff herumstolzierte und die Varterschützen anbrüllte. Ehe ich Alkers antwortete, jagte ich ihm einen Pfeil in die Brust. Er stürzte über Bord und wurde noch tüchtig von den Rudern durchgebeutelt, ehe er im Wasser versank. Jetzt erst wandte ich mich an den Kapitän.
»Wir können sie doch lange genug zurückhalten, um die Frauen und Kinder auf die Insel zu schaffen, oder?«
Er zuckte die Achseln.
Von dem nächstliegenden Schwertschiff, einem größeren Fahrzeug mit drei Masten, hatte sich ein Bogenschütze seit einiger Zeit beharrlich auf mich eingeschossen. Seine Pfeile waren mir an den Ohren vorbeigezischt, drei hatten sich in gefährlicher Nähe von mir ins Holz gebohrt, und einer hatte einen Rapagehilfen getötet, der feindliche Pfeile hatte einsammeln sollen.
Kapitän Alkers fluchte. »Ich hatte nicht gemeint, daß der Bursche die Pfeile mit dem Körper einfangen soll! Opaz möge ihn strafen!«
Die Pfeile des geheimnisvollen Schützen waren mit herrlichen blauen Federn versehen. Obwohl ich dieses wunderbare Blau noch nie gesehen hatte, wußte ich, welcher Vogel dafür sein Gefieder hergegeben hatte.
Seg hatte mir davon erzählt. Es waren Federn des Königskorf, des größten Vogels in Erthyrdrin. Dies zeigte mir, daß ich gegen einen Meisterschützen aus Erthyrdrin kämpfte. Es war sehr schwierig, ihn auf dem Deck auszumachen, auf dem sich die Bogenschützen drängten. Am vorderen Geländer des Achterdecks stand eine Gestalt in bunter Kleidung, die in den Farben nicht recht zusammenpassen wollte. Eine bewegliche Gestalt mit wallendem Federschmuck am Helm, überall mit Edelsteinen besetzt – und doch hatte ich den Eindruck, daß der Fremde kein Stutzer oder Feigling war. Zweimal hatte ich auf die Gestalt geschossen, die ich für den Kapitän des Schwertschiffers hielt, und zweimal waren die Pfeile zufällig abgelenkt worden.
Fluchend kam Kapitän Alkers zu mir.
»Wir laufen zusammen mit den beiden anderen Argentern auf. Die Abenteurer Tombor des armen Kapitäns Loki. Das andere kann ich nicht erkennen ...«
In diesem Augenblick bohrte sich ein blaugefiederter Pfeil zwischen uns ins Deck. Ich zog ihn heraus, fuhr mit den Fingern am Schaft entlang, legte ihn auf und jagte ihn in die Menge auf dem Deck des Schwertschiffs.
Da wir uns nun dem Ufer näherten, verstärkte sich die Bewegung der Schiffe. Die Schwertschiffe hüpften in der Brandung auf und nieder. Wir bewegten uns behäbig voran, und Sekunden später bohrte sich unser abgebrochener Bugspriet in das zerstörte Heckhaus der Abenteurer Tombor, und zusammen mit dem dritten Schiff – eine vollgeschlagene Holzmasse, die sich schnell auflöste – liefen die drei Havaristen auf Grund. Wir schwangen breitseits herum, und das Knacken von Holz hallte uns in den Ohren. Von allen Seiten näherten sich die Schwertschiffe. Unser Kiel knirschte auf Sand, wir sanken zur Seite, wurden noch einmal von einer Welle emporgetragen und schließlich fest im Sand abgesetzt. Die Dram Constant hatte ihre letzte Landung hinter sich.
Jetzt gab es ein ziemliches Durcheinander. Ich drücke mich so aus, um Ihnen klarzumachen, daß einige von uns kämpfen wollten, während andere am liebsten schleunigst in die schützenden Inselwälder geflohen wären. Inch erschien mit seiner großen Axt über der Schulter. Er hatte unsere wertvollsten Besitztümer in einen Leinenbeutel getan, den er in der anderen Hand trug. Tilda klammerte sich am jungen Pando fest, der einen Dolch schwang.
Kapitän Alkers formierte seine Mannschaft. Das Schwertschiff mit dem geheimnisvollen Bogenschützen hüpfte an unserer seewärtigen Seite heftig auf und nieder. Ich blickte zurück. Menschen verließen die drei Schiffe und rannten den Strand hinauf. Mehrere Schwertschiffe waren in einiger Entfernung auf den Sand gelaufen, und Piraten eilten waffenschwingend durch die Brandung ans Ufer.
»Inch!« sagte ich. »Du nimmst Tilda und Pando und bringst sie zwischen den Bäumen in Sicherheit. Beeil dich! Ich komme später nach!«
»Aber ... Dray ...!«
»Keine Widerrede, Mann! Los!«
Er starrte mein finsteres Gesicht an. Dann nickte er einmal kurz, und sein hageres Gesicht verhärtete sich. Er führte Tilda und Pando fort.
Wir traten dem ersten Ansturm der Piraten mit einem gewaltigen Flirren unserer Klingen entgegen, das einigen Meeresbanditen das Leben kostete. Das Schwertschiff ruckte und schaukelte in sinnverwirrendem Tempo auf und nieder. Männer versuchten zu uns an Bord zu springen, aber sprangen zu kurz. Andere erreichten unser Deck und wurden niedergestreckt. Ein Fristle, der Pfeile einsammeln mußte, hatte mir einen neuen Vorrat überreicht. Ich stellte mich etwas im Hintergrund auf und schoß alle Männer, die in ihrem leidenschaftlichen Bemühen, zu uns an Bord zu kommen, in die Wanten gestiegen waren, aus der Takelage, Pfeile bohrten sich rings um mich in das Deck, und eine Spitze verletzte mich am Schenkel. Ich konnte meine Stellung nicht mehr lange halten.
Mit schnellem Blick überzeugte ich mich, daß der Strand verlassen dalag und daß die Piraten der aufgelaufenen Schwertschiffe Anstalten machten, uns nun auch von der Landseite her anzugreifen. Auf den beiden anderen Argentern schrien und kämpften und starben unsere Männer. Piraten bahnten sich einen Weg auf das Vorderdeck der Dram Constant. Kapitän Alkers trieb seine Männer mit lautem Geschrei an, wobei er sich den linken Arm hielt, aus dem das Blut quoll.
»Ran, ihr Calsanys! Kämpft! Kämpft!«
Ich warf mir den Bogen über die Schulter und zog das Langschwert. Ich sprang auf das Deck, auf dem nun die Piraten mit Triumphgeschrei heckwärts stürmten. Ich sprang hinab und brüllte ebenfalls.
»Hai! Jikai!«
Die Klinge der Krozairs funkelte silbrig durch die Luft, dann nahm sie einen rötlichen Schimmer an, als ich sie zum nächsten Streich hob. Mit der Mannschaft des Argenters drängte ich vorwärts. Die Piraten kämpften gut und mit einer Vielzahl von Waffen; doch wir konzentrierten unsere Kräfte und waren im Augenblick noch zu zahlreich für die wenigen Gegner, die bisher über die Bordwand gekommen waren. So vermochten wir das Deck zu räumen. Doch tönte von den beiden landwärts liegenden Schiffen neuer Lärm herüber. Gleich würde man uns von zwei Seiten gleichzeitig angreifen.
Kapitän Alkers' Arm war nun bandagiert, doch das Blut sickerte bereits hindurch. Er sah sich schweratmend um, von seinem Rapier tropfte Blut.
»Die Piraten wollen unsere Wertgegenstände und die Ladung. Sie überwältigen uns bestimmt! Mehr können wir als ehrliche Seeleute nicht tun. Verlaßt das Schiff!«
Aus diesem Ruf, der jedem Seemann das Herz im Leibe umdreht, machte Kapitän Alkers eine Segnung und einen Fluch zugleich. Ich wußte, daß er recht hatte. Allein auf mich gestellt, hätte ich den Widerstand vielleicht noch einige Zeit fortgesetzt, denn ich weiche keinem Kampf aus. Doch ich trug die Verantwortung für Tilda und Pando – und für Inch –, und so folgte Dray Prescot der Mannschaft, die über die anderen, bereits verlassenen Argenter kletterte, in den Sand hinabsprang und nach einem schnellen Rückzugsgefecht den Schutz der Bäume erreichte.
Tolly, der gedrungene kleine Hoboling, der sich auf den Inseln auskannte, übernahm die Führung, und wir stießen im Eilmarsch ins Innere vor. Nach kurzer Zeit fanden wir unsere Passagiere, und ich war wieder mit meinen drei Reisegefährten vereint. Tolly führte uns an einen sicheren Lagerplatz und machte dann kehrt, um sich an der Küste umzusehen. Inch äußerte sich etwas mürrisch darüber, daß er bei unseren Schützlingen hatte bleiben müssen, und begleitete ihn. Als die beiden zurückkehrten, meldeten sie, daß die Argenter ausgeraubt worden waren und die Schwertschiffe die Abfahrt vorbereiteten.
Danach wanderten wir niedergeschlagen zu einem Fischerdorf, das Tolly kannte. Dort wurden wir von dem Anführer willkommen geheißen, der eine große Ähnlichkeit mit Tolly hatte. Wir bekamen zu essen und zu trinken und fanden ein Dach für die Nacht. Die absolute Dunkelheit war längst vorbei; jetzt standen die kregischen Monde hell am Himmel. Tilda und Pando schliefen sofort ein. Inch und ich blieben auf und berieten uns mit Tolly, Kapitän Alkers, einigen Matrosen und mit dem Dorfältesten Tandy. Tandy schilderte uns seinen Haß auf die Schwertschiffe.
»Sie machen jeden Handel unmöglich«, sagte er. »Und unsere Fischerei wird gestört. Wir sind einfache Menschen. Wir leben einfach. Aber wir haben keine Chance, Kontakt mit der Außenwelt aufzunehmen, solange die Piraten alle normalen Handelsbeziehungen stören.«
Wir diskutierten bis tief in die Nacht, dann legte ich mich schlafen. Doch zuvor schenkte ich Tandy einen schönen, edelsteinverzierten Dolch, den ich erbeutet hatte. Ich spürte, daß er und sein Volk bald eine wichtige Stellung einnehmen würden. Immerhin saßen sie auf einer Insel in der Mitte eines strategisch wichtigen, wenn auch abgelegenen Operationsgebiets. Die Dorfbewohner würden morgen beim ersten Sonnenstrahl zum Strand hinabeilen und die gestrandeten Schiffe auseinandernehmen. Das Meer brachte ihnen die Ernte.
Wir trafen die notwendigen Vorbereitungen, um zur nächsten Hafenfestung Tomborams gebracht zu werden, die sich auf einer nahegelegenen Insel im Süden befand.
Diese Stadt war gebaut worden, um die Umtriebe der Schwertschiffe zu unterbinden – doch ein Erfolg hatte sich bisher noch nicht eingestellt. Die Stadt unterhielt eine eigene kleine Schwertschiffflotte, die dahin und dorthin eilte, um die Piraten zu jagen – ein undankbares Leben.
Hier schifften wir uns an Bord der Stolz von Pomdermam unter Kapitän Galna ein und wurden direkt in den Haupthafen Tomborams, nach Pomdermam, gebracht. Und so trat ich in die nächste Episode meines Lebens in Pandahem ein. Vallia lag nun im Norden. Ich würde bald dorthin weiterreisen, das schwor ich mir.